Heraus zum antikapitalistischen Block am 1.Mai

Die faulen Südländer. Alternativlos. Den Gürtel enger schnallen.
Alles Sprüche, die wir in den letzten Jahren all zu häufig gehört haben. Es ist Krise und das heißt, dass jetzt alle Abstriche machen müssen. Die Staaten im Süden sollen es verbockt haben und werden nun gezwungen, rigide Sparmaßnahmen durchzusetzen. All das scheint ohne Alternative, deshalb müssen wir jetzt alle den Gürtel enger schnallen.

Ohne Krise ist alles besser?
Auch ohne Krise geht es vielen Menschen schlecht. Sie müssen Arbeit annehmen, die ihnen nicht gefällt und von der sie kaum leben können. Dies müssen sie, da sie über kein nennenswertes Eigentum verfügen und deshalb gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Hinzu kommt, dass sie dabei um die wenigen vorhandenen Arbeitsplätze konkurrieren müssen. Besonders benachteiligt sind Frauen und Migrant_innen. Vor allem sie sind von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen, haben kaum Kündigungsschutz und sind selten gewerkschaftlich organisiert. Dadurch werden ihre Interessen kaum benannt und sie bleiben ungehört.
Wir unterstützen Forderungen nach einer Ausweitung von Arbeitnehmer_innnenrechten und Forderungen nach höheren Löhnen. Verbesserungen von konkreten Lebensrealitäten sind immer gut zu heißen. Trotzdem sollte klar sein, dass innerhalb einer Marktwirtschaft Lohnforderungen nur soweit umgesetzt werden können, wie sie das Gewinnstreben des Kapitalismus nicht unmöglich machen. Deshalb setzen wir nicht auf Sozialpartnerschaft, sondern auf die Ausweitung der Perspektive sozialer Kämpfe.

Was wollen wir?
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht produziert wird, um Gewinn zu machen, sondern um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Deshalb geben wir uns auch nicht mir der Forderung nach „Guter Arbeit“ zufrieden. Wir wollen die Abschaffung des kapitalistischen Systems und die Überwindung der rassistischen und sexistischen Verhältnisse. Dazu reicht es allerdings nicht dies zu artikulieren, wir müssen auch bereit sein, sie zu bekämpfen.
Der „European day of action against capitalism“ (march31.net) war der Auftakt, den Kapitalismus und seine Überwindung wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Wenn wir am 1. Mai auf die Straße gehen, dann um unsere Kritik tiefer in die Gesellschaft zu tragen.

Kapitalismus ist die Krise!
Heraus zum antikapitalistischen Block!


1. Mai 2012, 10 Uhr (pünktlich)
Freizeitheim Linden